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Die geopolitischen Anspannungen, welche die Marktdynamik 2017 zwar nur marginal beeinflusst haben, sind jedoch ungelöst geblieben und werden 2018 wieder zum Thema werden: Nordkorea, Russland-Gate in den USA - Katalonien - der Nahe Osten usw.

Das wichtigste zu überwachende Element wird die Bereitschaft der Anleger sein, weiterhin eine Risikoprämie zu akzeptieren, die ihre Allzeittiefs erreicht hat. Die von den Zentralbanken garantierte Liquidität dürfte 2018 aufgrund der Maßnahmen der europäischen und japanischen Zentralbanken, die die Normalisierung der Fed kompensieren sollen, hoch bleiben.

2018 werden die Auswirkungen der US-amerikanische Steuerreform eine große Chance für Amerika darstellen, während sich andere Zonen konsolidieren.
Trotz vieler erfolgloser Startversuche, scheinen die Zinssätze allmählich zu steigen. Die Anleihen werden daher ein sehr anfälliger Sektor sein. Konkrete Anzeichen für eine Inflation sind zwar nicht vorhanden, könnten sich aber unerwartet äußern und in der Folge negativ auf den gesamten Sektor auswirken. Daher empfehlen unsere Experten variabel verzinsliche Staats- bzw. auch Unternehmensanleihen mit begrenzter Laufzeit. Besondere Vorsicht ist bei längeren Laufzeiten geboten, die stark vom Preisanstieg beeinflusst werden könnten.

Die Aktienmärkte bleiben attraktiv in einem Wachstumsszenario, wenn sie auch mit den Risiken von aktuell hohen Bewertungen, latenten geopolitischen Risiken und starken Ertragserwartungen, die bestätigt werden müssen, verbunden sind. Hier sind wir besonders wachsam, um die Anzeichen einer Veränderung des Finanzmarktklimas rechtzeitig zu erfassen. Wir bevorzugen Finanzinstrumente mit einer Schutzbarriere (Bonus Zertifikate) sowie zyklische Sektoren, insbesondere solche mit hoher technologischer und wissenschaftlicher Innovation (u.a. Robotics).

Der Euro
scheint prädestiniert, weiterhin stark zu bleiben, aber wenn der Anstieg in den ersten Monaten des Jahres schnell passieren würde, könnte das eine Trendumkehr bedeuten.

Technologische Innovationen neigen zunehmend dazu, die Produktionskosten der Rohstoffe zu senken und zwingen das Angebot zu preisstützenden Interventionen. Wir sind der Ansicht, dass eventuelle Inflationssignale Edelmetalle begünstigen werden sowie auch landwirtschaftliche Rohstoffe, die sich derzeit auf einem sehr niedrigen Preisniveau befinden.

Die wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung der Finanzmärkte scheinen nach Jahren der Divergenz nunmehr eine positive gemeinsame Richtung angenommen zu haben. Trotzdem sind die Finanzmärkte noch voraus. Das wird durch die Geldpolitik begünstigt, die erst in jüngster Zeit, zumindest in Europa, positive Auswirkungen auf die Realwirtschaft zeigt. In diesem Kontext nimmt auch Italien am Wirtschaftswachstum teil, das aber von der üblichen Unsicherheit betreffend die Staatsschulden und aktuell der Anspannung gegenüber dem Ausgang der politischen Wahlen im März begleitet ist.